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Branntwein:
Nicht selten wird auf einem Vollmeierhof für 20 Thaler Branntwein
ausgegeben. Weniger für Kaffe, etwa 1/3 der Kosten des Branntweines,
da dem Gesinde kein Kaffe gegeben wurde.
Fleisch wurde auf größeren Höfen zweimal die Woche genossen,
dann aber als Speck, Schinken oder eingesalzenes Fleisch. Frisches Fleisch
gab es nur sehr selten. Das Hauptgetränk war in früherer Zeit
Bier. Es war aber teurer als Branntwein. Branntwein selbst, war in den
ärmsten Bauern- und Häuslingshaushaltungen das tägliche
Getränk.
Flur und
Landwirtschaft:
Das Ackerland liegt meist zerstreut in kleinen Stücken, selten
in Flächen von mehreren Morgen. Da man ursprünglich wenige
Feldwege durch die Fluren gelegt hatte, musste jeder über das Feld
seines Nachbarn fahren. Deswegen tat sich die Gemeinde zur gemeinsamen
Bewirtschaftung zusammen. Die Bauern verabredeten Gleichzeitigkeit das
Bestellen und Brachliegen, so dass in einem Flurteil nur die gleiche
Frucht angebaut wurde. Das nannte man den Flurzwang. Im Allgemeinen
herrschte die Dreifelderwirtschaft. Auf das Brachfeld folgte Winterung,
jedoch wenig Weizen mehr Roggen. Im nächsten Jahr Sommerung sowohl
Hafer als auch Gerste. Das Brachfeld wurde des Öfteren mit Flachs
besommert.
Die Brache wurde aber immer weniger, es wurden vermehrt Hülsenfrüchte,
Kohl, Klee und Kartoffeln auf der Brache angebaut. Nachdem Stemmener
Kirchenbuch von 1746 hat der damalige Pastor Schmersahl in Stemmen die
ersten Kartoffeln im Hannoverland
angebaut.
Kornertrag:
Von Weizen und Gerste das 7. bis 8.Korn, Roggen und Hafer 7. bis 9.
Korn. Das Personal eines Vollmeierhofes von 120 Morgen erforderte 6
Pferde, auf welche 3 Knechte gehalten werden. An weiblichen Dienstboten
hält er selten unter 2 Mägde.
Weidegerechtsame:
Die Wiesen und Feldern unterliegen einer Behütung seitens der Domäne.
Die Wiesen dürfen bis zum 01. Mai und nach der Heuernte behütet
werden. Die Brachfelder sollen nach einer gesetzlichen Bestimmung geschont
werden.
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