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Am 28 Februar
1758 zogen die Franzosen ab. Der Stadtkommandant von Hannover bestimmte,
dass die reich gefüllten Mehl und Kornkammern unter den armen Leuten
verteilt werden sollte. Auch in den umliegenden Dörfern.
Nach Abzug der Franzosen gab es gesundheitliche neue Vorschriften. Es
sollte die Verbreitung anstecken der Krankheiten vorgebeugt zu werden.
Die Räume der Franzosen sollen kräftig mit Wacholderbeerenholz,
Weihrauch, Mastix Bernstein, Teer, Pech, Schwefel, Essig oder sonst etwas
ausgeräuchert werden. Vor allen muss vorweg der ganze Unrat der Franzosen
aus den Häusern entfernt werden.
Die siebenmonatige Besatzung hat das Land außerordentlich mitgenommen.
Die Regierung schreibt am 6. Oktober 1760:
´Der Zustand der Untertanen auf dem platten Lande ist äußerst
entkräftet, ihr Hauswesen geschwächt ihr gesamtes Vermögen
sehr gemindert worden. In den Vogteien Ahlem und Munzel waren 22 dienstbare
Söhne und Knechte, 1760 waren es noch 112. Pferde vor dem Krieg:
836, nachher: 608. Ochsen und Kühe: 1631 vorher und 1305 nachher.´
Deutschland war nach dem Kriege in Armut gefallen, nur die Fürsten
nicht. Der Fürst entschied mit absoluter Gewalt. Die Selbstverwaltung
war vorbei. Die Pracht Ludwigs XIV aus Frankreich war auch zu den Fürsten
gekommen. Schlösser über Schlösser bauten die Fürsten
mit üppigen Schmuck an Wänden und Decken (Barock).
1692 wurde Herzog Ernst August zum Kurfürsten von Hannover erhoben.
1701 Friedrich I König von Preußen.
Herrenhausen ist ein schwaches Abbild von Verssailles. Als in Herrenhaussen
nicht genug Wasser für die Wasserkünste vorhanden war, wurde
eine kostspielige Wasserleitung von Benthe nach Herrenhausen geplant.
Am 6. November 1686 kam der Befehl, dass die Wasser vom Benther Berg unter
der Leine durch nach Herrenhausen geführt werden sollte. Kosten spielten
keine Rolle. Ob die Ländereien durchschnitten, vernässt oder
austrockneten war uninteressant.
Nach 2 Jahren hatte Brunnenmeister Cordart schon 8.000 Thaler verbaut,
aber noch kein Rohr war verlegt. 1698 wurde er entlassen und Münter
mit den Arbeiten beauftragt. Die Leitung ist nie fertig geworden.
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