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Im 11. und
12. Jahrhundert wurde von Generation zu Generation mit Feuer, Beil und
Hacke dem Urwald zu Leibe gegangen. Wenn auch alles Recht an dem unbebauten
Land dem König zustand, so ging doch das Recht langsam auf Bischöfe,
Fürsten, Grafen und sonstige Herrn über.
Ein Großgrundbesitzer
von 10.000 bis 18.000 Morgen ja sogar bis 60.000 Morgen war nicht selten.
Das kleine Kloster Barsinghausen hatte, kaum 30 Jahre nach seiner Gründung,
schon einen Grundbesitz von 3.000 Morgen. Selbstverständlich war
diese gewaltige Grundherrschaft nicht von einer Stelle zu bewirtschaften.
Sie waren verteilt auf eine große Anzahl von Bauernstellen, etwa
eine Hufe
groß.
Dieser Hufenbesitz lag weit verstreut im Lande verteilt. Zur Beaufsichtigung
des weiten Besitzes setzte der Herr Aufsichtsbeamte ein. Diese hießen
Meier.
Dem Meier unterstanden eine Anzahl Höfe mit den leibeignen Bauern,
den Laten. Der Bezirk seiner Bauernhöfe hieß Villikatzer,
Amt
oder Meierei. Der Grundherr wohnte meist weit von seinen Gütern entfernt
und der Meier nahm alle seine Rechte war.
Dadurch trennte er sich sozial von den anderen Hörigen und er erlangte
bedeutendes Ansehen. Manche Meier
stiegen zur Ritterwürde auf.
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