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Hude und Hölting

Die Viehzucht ging andere Wege als heute. Die Stallfütterung war in folge der geringen Erträge des Bodens äußerst sparsam. Darum wurde alles Vieh geweidet. Neben den Wiesen besitzen die Dörfer aber noch Weideflächen - Anger genannt.

Im Fürstentum waren diese Anger nicht größer als 100 Morgen, manche kaum 20 Morgen groß. Die Anger werden von allen Vieh behütet, und nicht nur mit dem der Bauern, sondern auch dem der Brinksitzer und Häuslingen. Die Letzteren würden, stände ihnen nicht das Weiderecht zu, auf den Angern, (das aber nur freiwillig gegeben) gar kein Vieh halten konnten. Streitigkeiten zwischen benachbarten Dörfern wegen der Weiderechte gab es häufig.

Holzweide war von besonderer Bedeutung für die Schweinemast. Die Schweine mästeten sich von Eckern und Eicheln. Ein gutes Eicheljahr war auch ein fettes Schweinejahr. Es war aber geregelt wie viele Schweine jeder Bauer zur Mast treiben konnte. Der Vollmeier 20 Stk., der Dreihöfeling 16 Stk., der Halbspänner 10 Stk. und der Köthner 4 Stk..