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Einquartierung der Soldaten

Am 15 Dezember 1805 wurde Hannover preußisch, und als Napoleon 1806 nach der Schlacht bei Jena Preußen besetzte, nahm er Hannover mit hin als eine Preußische Provinz.
Am 18 Aug. 1807 gründete er das Königreich Westfalen, Hannover legte er dazu. Calenberg blieb vorläufig beim französischen Reich. Erst 1810 wurde es zu Westfalen gesetzt.
Die Akten dieser Zeit sind voll von Einquartierungen. Napoleons Truppen marschierten unentwegt.

Die Einquartierungslisten:
542 Thaler für Ahlem, 324 Thl. für Harenberg, 435 Thl. für Letter.

Es handelte sich bei diesen Quartiergeldern für holländische Soldaten. Jedes Dorf hatte eine Kompanie. In jedem Vollmeierhof waren 12-18 Mann einquartiert. Sie hatten viele Forderungen, wie gutes Essen, gutes fettes Fleisch, Speck, Schinken, Eier gekocht und gebraten, dazu pro Mann täglich 1 Quartier Branntwein, für 4 Mariengroschen Bier aus dem Wirtshause.

1812 rüstet Napoleon zu seiner großen Schlacht. Auch die Dörfer unserer Heimat mussten Soldaten stellen, wovon die meisten nicht wieder kamen. Manche entzogen sich der Wehrpflicht durch die Flucht. Wie viele Soldaten Napoleon mitgenommen hat ist nicht bekannt.
Gewaltige Truppenmassen bewegten sich in den Jahren 1813-1815 über Deutschland. Immer mussten des Bauern Pferde und Wagen mit.

Die Kriegsfuhren des Flecken Gehrdens waren von Juni 1813 bis Ende März 1814:
250 Fuhren jede mit 4 Pferden. Von April 1814 bis in das Jahr 1816 hinein, 250 Fuhren jede mit 4 Pferden.
Unter den Zielorten kommen immer wieder vor:
Hannover, Burgdorf, Stadthagen, Sachsenhagen, Wunstorf, Hildesheim, Celle, Nienburg, Nenndorf usw.
Die Truppen, die die Bauern aus dem Calenberger Lande fahren mussten waren aus aller Herren Länder: Franzosen, Russen, Schweden, Preußen, Holländer, Hannoveraner, Mecklenburger, Braunschweiger sowie die Englisch-Deutsche Legion.