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Deveser - Straßensperrung im Mai 1823

Die königliche Großbritannische "Hannoversche Großdrostei" ordnete am 8. Mai 1823 an, dass die Nebenstraße von Hiddestorf nach Devese und weiter zur hiesigen Stadt für auswärtige Fuhrwerke gesperrt wird.
Wer dagegen verstößt, muss der Gemeinde je Fuhrwerk 1 Thaler Strafe Zahlen. In der Gemeinde er angetroffen wird. Die Vollziehung dieser Verfügung wird vom Königlichen Amt dadurch sorgen, dass entsprechende Verbotstafeln auf Kosten der Gemeinde aufgestellt werden.
Die Fuhrwerke aus Lüdersen, Bennigsen haben die Anordnung über Pattensen und der dortigen Zollstation Zoll zu zahlen. Es werden für die Stadt bestimmte Ladungen von Steinkohle Holz und Kalk über Pattensen fahren.
Die Ortschaften Lüdersen, Eldagsen, Bennigsen usw. sind mit dieser Regelung nicht einverstanden, weil der Weg für sie zu Stadt über Pattensen weiter ist.
Die Fuhrleute aus Holtensen und Boitzum haben die Wegezeit zu Stadt ausgerechnet, von Holtensen nach Eldagsen über Gestorf, Hiddestorf nach Hannover 4,5 Std. von Holtensen über Boitzum, Pattensen, 6,5 Std.
Es wurde 1824 zwischen den Parteien vereinbart, dass Lüdersen und Bennigsen nicht zahlen müssen aber alle anderen Dörfer für jedes Pferd vor einem beladenen Wagen 6 Pfennige für jedes Pferd vor einem leeren Wagen 2 Pfennige.
Reit- und Handpferde sind frei.
Hiddestorf kassiert im Jahr 1828 die Summe von 9 Thaler 6 Groschen und 3 Pfennige.

Auszug aus dem Hannoverschen Staatsarchiv
Hann. 74 Hann. Nr. 1633