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Der Bauer im 17 und 18 Jahrhundert

Um 1700 wurden die Meierbriefe ausgegeben. Der Bauer besaß seinen Hof nur Kraft seines Meierrechts. Die eigentlichen Grundherren waren die Klöster, Edelleute, Städte, Bürger, Landesherren u. ä. Der Bauer hatte ein erbliches Recht an dem Hofe. Der Grundherr konnte ihn wenn er ordentlich wirtschaftete nicht abmeiern. Er musste aber dafür Abgaben und Dienste leisten und nach einer bestimmten Frist einen neuen Meierbrief lösen.
Z. B. Röhrbein in Lohnde musste für seine Meierstätte von 43 Morgen, außer dem Weinkauf von 6 Thalern jährlich, um Michaeli 3 Malter Gerste, 3 Malter Roggen, 4 Malter Weißhafer, 5 Groschen 3 Pfennige Hofzins, 3 Hühner und 3 Stiegen Eier liefern.

Die Bauernklassen :
Vollmeier, Halbmeier, Höfling, Köthner, Brinksitzer oder Beibauern, Häuslinge oder Abbauern.
Der Vollmeier hatte durchschnittlich 4 Hufe, Halbmeier und Höfeling entsprechend weniger. Sie verrichteten Dienste als Spanndienste mit Pferd und Wagen. Die Köthner hatten bis 20 Morgen Land, und verrichteten Dienste als Handdienste. Sie waren in der überwiegenden Mehrzahl. Die Brinksitzer hatten ein kleines Haus mit etwas Gartenland, meist außerhalb des alten Dorfraumes, waren also Neusiedler. Die Häuslinge hatten kein eigenes Haus und wohnten bei einem Bauern zur Miete, der ihnen etwas Land überließ und bei dem sie dann als Tagelöhner dienten.
Sie hatten weder Stimm- noch Weiderecht.